"Fremd bin ich eingezogen …" - "Wort zum Sonntag" über Schuberts "Winterreise"

St. Anna Aufnahme Wort zum Sonntag Winterreise
Bildrechte: Sophie Walz

Das Staatstheater Augsburg hat die Theologin Prof. Dr. Elisabeth Naurath (Universität Augsburg) eingeladen, ein »Wort zum Sonntag« zur Ballett-Inszenierung »Winterreise« zu sprechen. Diese neueste Folge in der Reihe der sog. »Theaterpredigten« steht ab Sonntag, dem 28. Februar, in der Mediathek des Staatstheater Augsburg als kostenfreies Video zur Verfügung.

Am 31. Oktober 2020 feierte Ricardo Fernandos Tanztheater »Winterreise« zur Musik von Franz Schubert (in der Orchesterfassung von Hans Zender) seine deutschlandweit beachtete streaming-Premiere am Staatstheater Augsburg. Schubert vertonte in seinem Liederzyklus Gedichte von Wilhelm Müller, in denen es um die Flucht in die innere wie äußere Emigration geht, Liebesschmerz, Einsamkeit und das Hadern mit sich und der Welt.

Die Theologin Prof. Elisabeth Naurath von der Universität Augsburg betrachtet die Bezüge der Winterreise zur aktuellen gesellschaftlichen Lage und dem derzeit allgegenwärtigen Thema der Einsamkeit und Isolation. Zugleich reflektiert sie aber auch, wie heilsam eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Schmerz ist sowie die Hoffnungen, wie sie auch in den (Frühlings)träumen in Schuberts Winterreise zum Ausdruck kommen. Aufgenommen wurde die Theaterpredigt in der St. Anna-Kirche in Augsburg. 

Verflochten ist dieses »Wort zum Sonntag« mit Szenen aus der Tanztheater-Inszenierung »Winterreise« am Staatstheater Augsburg.